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August 17 2011

Mein Wunsch an die Zivilgesellschaft - Ihre Meinung ist gefragt!

Mein Wunsch an die Zivilgesellschaft - Ihre Meinung ist gefragt! Ihr Wunsch an die Zivilgesellschaft! Die Projektplattform www.respekt.net feiert ihren einjährigen Geburtstag! Alle Wünsche werden gesammelt und sind für uns wichtige Anhaltspunkte, um herauszufinden, welche Themen der österreichischen Politik und Gesellschaft für Sie wichtig sind. Machen Sie mit! Helfen Sie uns Projekte für ein besseres Österreich zu unterstützen! Hier können Sie Ihren Wunsch einfach online eingeben... Am 1. Tag des Respekts, dem 20. September 2011, werden Ihre Wünsche als krönender Abschluss der Projektmesse im Museumsquartier per Luftballon in den Himmel geschickt. Programm 1. Tag des Respekts! Vielen Dank! Ihr Respekt.net team Hier können Sie Ihren Wunsch einfach online eingeben.

July 20 2011

Betonmauer um Sozialviertel im nordrumänischen Baia Mare sorgt für Kontroverse

Eine Nachricht von einem unserer engagierten ProjektinitiatorInnen: Hr. Ernst Ranftl vom Projekt "Creaktiv braucht Platz" schreibt uns... Betonmauer um Sozialviertel im nordrumänischen Baia Mare sorgt für Kontroverse! Nachdem in Baia Mare am Donnerstag die Bauarbeiten für eine Mauer begonnen haben, die einen Bogen um mehrere Blocks mit Sozialwohnungen spannen soll, tobt in Rumänien eine Kontroverse - geht es, wie der Bürgermeister Catalin Chereches behauptet - um den Schutz der Kinder, die zu nahe an einer befahrenen Straße spielen, oder - wie mehrere NGOs, aber auch eine staatliche Behörde meinen - um den Bau einer Ghetto-Mauer für Roma, die in den Blocks wohnen? Laut Baugenehmigung ist die 1,80 m hohe und 89 m lange Mauer keine Umschließung, sondern verläuft entlang der Straße. Bürgermeister Chereches sagte, er wolle dort auch eine Videoüberwachungsanlage und eine Polizeistation einrichten, um Bewohner zu evakuieren, die Hygienemaßnahmen missachten. Mehrere NGOs, darunter Romani Criss, Gleiche Chancen und Amnesty International meinen in einem offenen Brief, dass der Bau der Mauer für die Roma "ghettoisierend und entwürdigend wirkt". Die staatliche Antidiskriminierungsbehörde CNCD ermittelt nun von Amts wegen. Behördenleiter Csaba Astalos erklärte, man werde einen Baustopp verlangen. Wenn Sie dazu etwas zu sagen haben... Hier die Seite des verantwortlichen Bürgermeisters: http://www.catalinchereches.ro/ und seine Facebookseite:https://www.facebook.com/profile.php?id=1440605969+amp;sk=wall LG

July 06 2011

Respekt.net und Ashoka veranstalten am 22.07.2011 Ihren ersten gemeinsamen Workshop

Workshop für Menschen mit Anliegen und Ideen... Ein Workshop für Menschen mit Anliegen und Ideen. Ashoka und Respekt.net wissen, wie sich Anliegen und Ideen leichter realisieren lassen und dafür gibt es jetzt den ersten Workshop für die Menschen, die gerne etwas verändern möchten. * Es gibt etwas, das dich stört und was du ändern möchtest? * Du hast eine Idee für ein innovatives Projekt? * Du möchtest dein Anliegen realisieren, deine Idee konkretisieren und finanzieren? * Du hast schon ein paar Ideen, wie es gehen könnte und noch offenen Fragen * Du wünschst dir professionelle Anleitung bei der Erstellung deines Konzepts? Dann bist du hier richtig! Wo: Hub Vienna, Lindengasse 56, 1070 Wien Wann: 22.07.2011, von 15:00 - Ende ca.: 20:00 Unkostenbeitrag: 30€ (für Raummiete und Getränke) Hier findest du die TrainerInnen und Coaches! Ziel des Workshops:Anhand strukturierter Begleitung der Ashoka und respekt.net Projekt-Coaches erstellst du in einer Gruppe Gleichgesinnter dein 2-3 seitiges Konzept für deine bessere Welt und legst fest, wie du vorgehen möchtest. Damit du... * dir selbst klar wirst, was du willst und was du brauchst, * erkennst welche Personen du aus deinem persönlichen Umfeld zum Mitmachen und/oder Unterstützen motivieren kannst – und wie du das am besten angehst, * weitere/mögliche KooperationspartnerInnen ansprechen kannst, * auf potentielle InvestorInnen zugehen kannst, Im Anschluss an den Workshop besteht die Möglichkeit die Präsentation der eigenen Idee im kleinen Kreis zu üben und von den TranerInnen und Coaches Feedback einzuholen. Anmeldung: Anmeldung bis 18.7. bitte an: workshop1@respekt.net Schreib uns in der Anmeldung Deine Idee bitte in 2 – 3 Sätzen auf. Vor Beginn des Workshops werden diese allen bestätigten TeilnehmerInnen zugesandt. Kontakt: Verein Respekt.net, Tel: +43 1 402 01 62, Alser Str. 21/11, 1080 Wien Die Einzahlung auf das Konto: Respekt.net, BLZ: 32000, K-Nr.:10.373.025 gilt als Bestätigung der Anmeldung. Als Verwendungszweck bitte „Just Do It“ angeben. Die Teilnahme ist auf 12 Personen beschränkt.

SAVE THE DATE: 20.09.2011 Respekt.net Projektmesse und Geburtstagsfest.

Die Projektbörse www.respekt.net feiert ihren ersten Geburtstag. Die Projektbörse www.respekt.net feiert ihren ersten Geburtstag. SAVE THE DATE: 20.09.2011 Wir verlassen den virtuellen Raum und laden zur persönlichen Begegnung im Museumsquartier in Wien ein.10:00 - 18:00 Projektmesse mit Präsentation der Initiativen und Vereine, Speed-Dating mit ExpertInnen, Verabschiedung Respekt.net-Manifest19:00 - 24:00 Respekt.net Geburtstagsfeier mit Festakt, Buffet, Kabarett, Live-Bands und DJ-PartyHier finden Sie das vorläufige Programm. Der Event findet im Museumsquartier im Staatsratshof sowie im Architekturzentrum statt. Bitte den Termin gleich in den Kalender eintragen und weitersagen. Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen! Wenn Sie weitere Informationen über den Respekt.net-Projektetag erhalten möchten, schicken Sie eine Mail an events@respekt.net Das endgültige Programm mit Link zur Anmeldung wird Ende Sommer in einem Respekt.net-Newsletter versendet.

June 30 2011

Einladung zum nächsten Stammtisch am 14.7.

Wann: Donnerstag, den 14.7., ab 19 Uhr Wo: Amerlingbeisl, Stiftgasse 8, 1070 Wien Einmal im Monat treffen sich in gemütlicher Atmosphäre gesellschaftspolitisch engagierte und interessierte Menschen zum Plaudern und Vernetzen. Respekt.net-Mitarbeiter beantworten außerdem gerne alle Fragen zu möglichen Projekteinreichungen und lauschen Euren Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für die Webseite. Anmeldungen sind erwünscht beim Facebook Event, oder per E-Mail an office@respekt.net. Spontanes Vorbeischauen wird verziehen! Wir freuen uns auf Euer Kommen!

June 06 2011

Einladung zum nächsten Stammtisch am 9.6.

Wann: Donnerstag, den 9.6., ab 19 Uhr Wo: Amerlingbeisl, Stiftgasse 8, 1070 Wien Einmal im Monat treffen sich in gemütlicher Atmosphäre gesellschaftspolitisch engagierte und interessierte Menschen zum Plaudern und Vernetzen. Respekt.net-Mitarbeiter beantworten außerdem gerne alle Fragen zu möglichen Projekteinreichungen und lauschen Euren Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für die Webseite. Anmeldungen sind erwünscht beim Facebook Event, oder per E-Mail an office@respekt.net. Spontanes Vorbeischauen wird verziehen! Wir freuen uns auf Euer Kommen!

May 18 2011

Der 5. Projekt-Endspurt 2011 braucht Ihre Unterstützung!

Wir stellen jeden Monat die drei bestgereihten Projekte vor, die kurz vor der Umsetzung stehen. Wir möchten gerne Ihre Aufmerksamkeit auf diese 3 Projekte richten, damit wir sie im Rahmen eines gemeinsamen Endspurts ausfinanzieren. Ab 10 Euro können Sie für Projekte spenden! Es braucht aber nicht nur finanzielle Unterstützung! Bitte machen Sie Werbung für die Projekte und berichten Sie Ihren Freunden und Bekannten von Ihrem aktuellen Lieblingsprojekt auf www.respekt.net. Unsere Plattform und der Erfolg der Projekte darauf leben ganz stark von Mundpropaganda. Danke fürs Weitersagen!

Der 5. Projekt-Endspurt 2011 braucht Ihre Unterstützung!

Wir stellen jeden Monat die drei bestgereihten Projekte vor, die kurz vor der Umsetzung stehen. Wir möchten gerne Ihre Aufmerksamkeit auf diese 3 Projekte richten, damit wir sie im Rahmen eines gemeinsamen Endspurts ausfinanzieren. Ab 10 Euro können Sie für Projekte spenden! Es braucht aber nicht nur finanzielle Unterstützung! Bitte machen Sie Werbung für die Projekte und berichten Sie Ihren Freunden und Bekannten von Ihrem aktuellen Lieblingsprojekt auf www.respekt.net. Unsere Plattform und der Erfolg der Projekte darauf leben ganz stark von Mundpropaganda. Danke fürs Weitersagen!

April 19 2011

Der 4. Projekt-Endspurt 2011 läuft an!‏

Wir laden jeden Monat zur Monatsmitte ein, gemeinsam die drei beliebtesten Projekte zu finanzieren. Es gibt wieder drei tolle Projekte, die gerne mit der Umsetzung starten möchten. Ab 10 Euro können Sie auf der Projektbörse spenden! Es braucht aber nicht nur finanzielle Unterstützung! Bitte machen Sie bei Ihren Freunden und Bekannten Werbung für die Projekte und berichten Sie von www.respekt.net. Unsere Plattform lebt von Mundpropaganda. Letzten Monat hat das super funktioniert: wir haben erfolgreich die 100.000 Euro Spendenmarke überschritten!

Der 4. Projekt-Endspurt 2011 läuft an!‏

Wir laden jeden Monat zur Monatsmitte ein, gemeinsam die drei beliebtesten Projekte zu finanzieren. Es gibt wieder drei tolle Projekte, die gerne mit der Umsetzung starten möchten. Ab 10 Euro können Sie auf der Projektbörse spenden! Es braucht aber nicht nur finanzielle Unterstützung! Bitte machen Sie bei Ihren Freunden und Bekannten Werbung für die Projekte und berichten Sie von www.respekt.net. Unsere Plattform lebt von Mundpropaganda. Letzten Monat hat das super funktioniert: wir haben erfolgreich die 100.000 Euro Spendenmarke überschritten!

April 12 2011

Einladung zum nächsten Stammtisch am 14.4.

Wann: Donnerstag, den 14.4., ab 19 Uhr Wo: Amerlingbeisl, Stiftgasse 8, 1070 Wien Einmal im Monat treffen sich in gemütlicher Atmosphäre gesellschaftspolitisch engagierte und interessierte Menschen zum Plaudern und Vernetzen. Respekt.net-Mitarbeiter beantworten außerdem gerne alle Fragen zu möglichen Projekteinreichungen und lauschen Euren Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für die Webseite. Anmeldungen sind erwünscht beim Facebook Event, oder per E-Mail an office@respekt.net. Spontanes Vorbeischauen wird verziehen! Wir freuen uns auf Euer Kommen!

March 31 2011

Zivilgesellschaftliche Initiativen und Ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Bildung und Inklusion gesucht

Aufruf zur Beteiligung am Projekt „Grassroots Europe for Local Wellbeing“ Zivilgesellschaftliche Initiativen und Ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Bildung und Inklusion. Gesucht werden Initiativen, deren Mitglieder ehrenamtlich Tätigkeiten auf kommunaler, regionaler und /oder nationaler Ebene ausführen und deren Engagement auf Veränderungen in dem Bereich „Bildung“ und/oder Inklusion abzielt. (Unter Inklusion verstehen wir in diesem Zusammenhang die Verbesserung der Lebenssituation benachteiligter Gruppen.) Information zum Projekt Gemeinsam mit der Open Society Foundation (Ungarn) und ihren Partnern startet das Interkulturelle Zentrum 2011 die Initiative „Grassroots Europe for Local Wellbeing“. Ziel des Projekts ist es, lokale - in Gemeinden und Städten agierende – Initiativen in die politische Diskussion auf europäischer Ebene einzubeziehen. Angesprochen sind zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich ehrenamtlich im Bereich Integration und Bildung engagieren. Diese sogenannten „Grassroots Initiativen“ werden zum grenzüberschreitenden Austausch und Dialog eingeladen, um anschließend ihre Anliegen mit politischen Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene zu diskutieren. Damit wird eine breite zivilgesellschaftliche Beteiligung an den politischen Diskussionen im Rahmen der Umsetzung der Europa 2020-Strategie gefördert. Gleichzeitig sollen die Grassroots Initiativen dadurch auch die Möglichkeit erhalten, am EU-Fördersystem teilzuhaben und die Richtung der Politik, für deren Umsetzung sie zunehmend mehr Verantwortung tragen, mit zu beeinflussen. Projektziele... § Das Herausstreichen der besonderen Rolle von gesellschaftlich agierenden Initiativen im nationalen politischen Diskurs und der politischen Diskussionen im Rahmen von „Europa 2020“; § Empowerment beteiligter, ehrenamtlich agierender Initiativen mit dem Ziel, durch direkte Mitwirkung an politischen Debatten auf europäischer Ebene, die wichtige Interaktion zwischen EU-EntscheidungsträgerInnen und jenen Personen, die von dieser Politik unmittelbar betroffen sind, zu gewährleisten § Die Entwicklung von engen professionellen Beziehungen zwischen engagierten BürgerInnen Europas, die nachhaltig das Lernen, den Erfahrungsaustausch und den Austausch der besten gesellschaftlichen Praktiken sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Stimme in bildungspolitischen Debatten ermöglichen sollen; § Die Einbeziehung von Personen aus unterschiedlichem sozialen und beruflichen Milieus - vor allem aber benachteiligte gesellschaftliche Gruppen, deren Stimmen oft nicht gehört werden; Schließlich glauben wir, dass durch den Vergleich von Modellen erfolgreicher, auf das Gemeinwesen basierender Initiativen, die auf die „Zufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen“ abzielen und Leistungen und Fortschritte machbarerer Empfehlungen bezüglich lokaler, regionaler, nationaler Prozesse sowie dem Prozess „Europa 2020“ erfassen, Wissen und positiven Erfahrungen innerhalb Europas geteilt werden können. Geplante Aktivitäten Unter anderem werden auf nationaler und internationaler Ebene mehrere Vernetzungstreffen stattfinden. Vernetzungstreffen in Wien: 9. Mai 2011, 30. Mai 2011, 27. Juni 2011 Vernetzungstreffen International: Vom 14. bis 16. Oktober 2011 wird es in Budapest eine internationale Konferenz der am Projekt beteiligten Grassroots Initiativen geben. Auch eine Reihe von Studien und Analysen zur Rolle von Grassroots-Initiativen bei der Förderung von Partizipation und der Zufriedenheit mit gesellschaftlichen Verhältnissen werden durchgeführt. Projektpartner Am Projekt sind insgesamt Partner aus fünf Ländern beteiligt: Österreich, Tschechische Republik, Ungarn, Lettland und Rumänien. Betreut und umgesetzt wird das Projekt auf nationaler Ebene von folgenden Organisationen und Institutionen: · Interkulturelles Zentrum (Österreich) · Agora (Tschechische Republik) · Education Development Centre (Lettland) · Public Policy Centre (Rumänien) · Open Society Foundation – Education Support Program (Ungarn) Gefördert wird das Projekt vom „Europe for Citizens' Programme“ der Europäischen Kommission, Kofinanziert vom “ Education Support Program of the Open Society Foundations” Links: www.iz.or.at http://www.grassrootseurope.org Kontakt: Franjo Steiner Interkulturelles Zentrum Lindengasse 41/10, 1070 Wien T 01 586 75 44 14, M 0664 150 30 90 E franjo.steiner@iz.or.at

January 27 2011

CSR - Jahrbuch

das neue CSR - Jahrbuch 2011 ist da Gleich vorweg, www.respekt.net ist mit dabei, aber dazu später.Das etwa 220 Seiten starke Werk von Herausgeber Michael Fembeck wurde in den Räumlichkeiten der Österreichischen Kontrollbank präsentiert, und eine durchaus schickes Podiumsgespräch war Presse und Interessierten auch gleich geboten. Eine sehr interessante Veranstaltung.CSR ist eine englische Abkürzung für Corporate Social Responsability also auf deutsch gesellschaftliche Unternehmens-Verantwortung und im börse-notierenden jetzt schon, und im gesamten Unternehmensbereich wohl bald, nicht mehr wegzudenken.... Für vollen Artikel und Bild...[mehr] klicken Gesellschaft ist einem ständigen Wandel ausgesetzt und Unternehmen tragen einen großen Teil dazu bei. Wie dieser Beitrag ganzheitlich betrachtet aussieht, mit positiven wie negativen Aspekten, darf dabei hinterfragt werden. Die CSR, also die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen greifen angesichts der sozialen und ökologischen Notwendigkeiten immer mehr Unternehmen auf, und merken, dass es langfristig auch ökonomisch sinnvoll ist sich der herausfordernden Gestaltungs-Rolle in der Gesellschaft anzunehmen. Blitzlichter gebend finden sich im Jahrbuch Vom Schokoladefabrikanten Zotter, über Hub Vienna, das etwas andere Gründerzentrum für Social Entrepreure, bis zu Bereichen Lagerlogistik, Medizintechnik verschiedene Zugänge zu gelebt verantwortungsbewusstem Unternehmertum. Ebenso finden sich ein CSR-abc, eine Übersicht über die Fülle an Preisen und Auszeichnungen für „gutes“ Unternehmertum, und viele weitere kleine Hilfestellungen geben einen Überblick über die oft nicht klar sichtbare Fülle großartiger Initiativen aus dem Unternehmensbereich. RESPEKT.NET findet sich im Jahrbuch im Bereich „Helfen und Hebel“ zum Thema Stiftungen und Philanthropie. Freund und Mensch, sind die griechischen Wort-Ursprünge des Wortes Philantropie, und wohl passend findet sich RESPEKT.NET in dieser Kategorie, als die Plattform, die den MenschenfreundInnen in jedem von uns Möglichkeit gibt über den Alltag hinaus positive Entwicklung für unsere Gesellschaft zu ermöglichen. Unsere Gesellschaft unterliegt einem ständigen Wandel, der sich in den letzten Jahren beschleunigt hat, wodurch viel Neues möglich ist, aber auch viel Veränderungs-Arbeit passieren muss. Respekt.net möchte allen Menschen, die sich in irgendeiner Form dafür interessieren und beteiligen wollen, den Raum geben sich für eine positive Zukunft und ein lebenswertes Zusammenleben zu entfalten. Die Projekt-Plattform ist dabei ein erster Schritt, um Menschen mit Ideen und Zeit für Veränderungs-Arbeit zusammenzubringen mit Menschen ohne Zeit, aber dem Wunsch etwas „beizutragen“. Der Beitrag muss dabei nicht groß sein, und nicht unbedingt finanziell, jede Beteiligung die von Herzen kommt ist wertvoll! Das CSR-Jahrbuch 2011 bietet mit einer Vielzahl von Praxis-Beispielen einen schönen Einblick, wie sich der Grundgedanke guten Unternehmertums wieder wandelt von einer zentriert finanz-orientierten zu einer ganzheitlichen und freudvollen, verantwortungsbewussten und erfolgreichen Unternehmensführung. Die Bücher der 2010 beginnend jährlich erscheinenden Reihe sollten in keiner Management-Ausbildung fehlen und haben einen Platz in den Büros der Führungsetage jedes Unternehmens verdient.Für Interessierte kommt hier eine kleine Zusammenfassung der sehr interessanten Podiums-Statements bei der Buchpräsentation: Minister Berlakovich spricht erfreut über das Potential von Green Jobs und die Ergebnisse der eben erschienen EnergieStudie, die feststellt der Import-Unabhängigkeit von Energie-Produkten bis 2050 müsste nichts im Wege stehen, und mit der Masterplan Green Jobs eröffnet Perspektiven für viele nachhaltige Arbeitsplätze.Die Bereiche Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie könnten laut Berlakovich nicht mehr in einzelnen Schachteln gepackt werden, sondern müssen gemeinsam betrachtet werden, um die Zukunft zu bewältigen und sie lebensfähig und lebenswert zu machen. Rewe-Vorstandsmitglied Werner Wutscher erklärt anhand einiger interessanter Beispiele, dass CSR im Unternehmen vor allem Sinn macht, wenn es das Kerngeschäft betrifft einerseits, und wenn es keine Management-Sache bleibt, sondern die Mitarbeiter auf allen Ebenen mit eingebunden und dabei unterstütz werden. In ihrem Kerngeschäft, der Geld-Veranlagung orientiert sich beispielsweise die VBV Vorsorgekasse vertreten durch Prokuristen Peter Eitzenberger bereits vorzugsweise nicht an den an sog. nachhaltigen Aktien-Indizes und nicht rein finanziellen Bewertungsmechanismen wie beispielsweise dem Phönix-Zertifikat. Industriellenvereins- Vize-Generalsekretär Peter Koren wünscht sich einen Nachhaltigkeits-Diskurs, der etwas aus dem ökologischen Bereich wegkommt, und ganzheitlicher den sozialen Bereich mitdenkt. Die Bevölkerung wisse schon, dass Nachhaltigkeit sich auf die Ökologie beziehen würde, und jetzt auch soziale Aspekte in den Diskurs aufgenommen werden sollten. Er stellt fest, dass schon viele Unternehmen sich aktiv engagiert einbringen um gesellschaftliche Veränderung zu gestalten. Es wären zwar auch noch viele Betriebe gar nicht ihrer Handlungs-Verantwortung bewusst, aber die Zahl der Engagierten steigt. Gemeinsam waren alle geladenen Sprecher einig, das gesellschaftliches Bewusstsein verändert sich, und vieles was vor Jahren noch undenkbar war ist es nun.

January 21 2011

1. Projektendspurt 2011

Auf unserem Marktplatz für engagierte Projekte haben sich wieder 3 Projekte in der User-Gunst ganz nach oben gearbeitet. Mit dem ersten Projektendspurt 2011 haben wir diese 3 Projekte allen unseren Newsletterbeziehern vorgesetellt, um von bis 24. Jänner 2011 gemeinsam die Finanzierung dieser 3 Projekte zu erreichen.

January 07 2011

Einladung zum Respekt.net-Stammtisch am 13.1.

Wann: Donnerstag, den 13.1., ab 19 Uhr Wo: Amerlingbeisl, Stiftgasse 8, 1070 Wien Einmal im Monat treffen sich in gemütlicher Atmosphäre gesellschaftspolitisch engagierte und interessierte Menschen zum Plaudern und Vernetzen. Respekt.net-Mitarbeiter beantworten außerdem gerne alle Fragen zu möglichen Projekteinreichungen und lauschen Euren Anregungen und Verbesserungsvorschlägen für die Projektbörse.Anmeldungen sind erwünscht im Facebook-Event oder per E-Mail an ferdinand.lischka@respekt.net oder christoph.fischer@respekt.net. Spontanes Vorbeischauen wird verziehen! Wir freuen uns auf Euer Kommen!

December 26 2010

Meinungsumfrage: Welche politischen Themen sollen 2011 dominieren?

Die Themenvielfalt der Projekte auf Respekt.net ist breit, die Anzahl der Projekte wird immer größer. Uns interessiert nun, welche Projekte Ihr im Jahr 2011 auf Respekt.net sehen möchtet! Welche Themen sind Euch wichtig, welche Bereiche sollten die Politik im nächsten Jahr domninieren, wo ist dringender Handlungsbedarf? Macht mit bei der aktuellen Facebook-Umfrage und diskutiert mit uns! Wo siehst Du 2011 den dringendsten Handlungsbedarf in der österreichischen Politik? 1.:Bildung 2.:Gesundheit/Pflege 3.:Integration 4.:Klimaschutz 5.:Korruptionsbekämpfung 6.:Steuerreform 7.:Verwaltungsreform 8.:Oder doch was Anderes? Wer keinen Facebook Account hat, postet einfach hier sein "Lieblingsthema".

December 20 2010

Erfolgreicher Endspurt bringt zwei ausfinanzierte Projekte

Das Respekt.net-Team freut sich, dass im Zuge unseres letzten Projekt-Endspurts über unseren Newsletter und unsere Facebook und twitter Pages wieder die Umsetzung von Projekten beschleunigt wurde. Insgesamt wurden seit unserem Aufruf über 4.000 Euro gespendet. Finanziert wurde von 26 InvestorInnen das Projekt "Gleichstellungsbarometer" (2.900 Euro). 18 InvestorInnen wollen es wissen: "Warum fahren Wiener Taxis leer vom Flughafen zurück und die Schwechater Taxis leer hinaus". Sie finanzierten die Forschungsarbeit zum Thema "Die Politik der leeren Schwechat-Taxis" (2.966 Euro). Von unserer Mobiliserung der letzten Woche profitierte auch das Projekt "Alternativenforen - Transition Town Training", welches mit einem Budget von 439 Euro zur Gänze finanziert wurde. Das Respekt.net-Team und die ProjektinitiatorInnen bedanken sich herzlich für Ihr Engagement!

December 17 2010

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Respekt.net - The Movie

December 15 2010

Mehr Wikileaks wagen!

Transparenz ist gut. Aber sie braucht Regeln. Und die Politik muss erkennen, dass Offenheit es leichter macht, ein Land zu regieren. Lassen wir Julian Assange beiseite, seine Geheimniskrämerei, seine Profilierungssucht. Was bleibt übrig? Eine Idee: Alle Informationen müssen frei zugänglich sein, versteckte aufgedeckt werden. Wenn dann alles offen liegt, können wir endlich diese Welt und ihre Machtstrukturen verstehen und zum Besseren wenden. Diese Idee muss einem nicht gefallen. Aber die Welt kann nicht mehr ohne sie gedacht werden. Wie also gehen wir mit ihr um?Bislang sind die Antworten darauf höchst unbefriedigend. Die einen argumentieren rückwärts gewandt: Eine Politik, die so lange so gut funktionierte, dürfe nicht gefährdet werden, nur weil irgendwelche Aktivisten die absolute Transparenz als neues Ideal ausrufen. Wer so denkt, fordert Verfolgung und Bestrafung der Wikileaker. Die anderen verfangen sich im fatalistischen Glauben an die Macht der Technik: Was geht, werde auch geschehen, da lasse sich nichts machen. Beide Haltungen sind falsch. Die erste, weil sie sich der Realität verweigert. Die zweite, weil sie ignoriert, dass Menschen durchaus wählen können, wie sie ihr Zusammenleben gestalten wollen. Statt zwischen solchen Extremen zu schwanken, wäre es sinnvoller, sich daran zu erinnern, welche Erfahrungen es im Umgang mit selbstorganisierenden Netzphänomenen gibt, die sich nicht automatisch in bestehende Strukturen eingliedern. 1998 ging die MusiktauschbörseNapster online. Millionen von Menschen tauschten hier Lieder, ohne sich ums Urheberrecht zu scheren. Die Musikindustrie war schockiert und überzog die Plattform mit Klagen. Schließlich wurde die Seite abgeschaltet. Doch die Idee Napster lebt noch immer. Man hätte von Napster lernen sollen. Beispielsweise, dass es nicht klug ist, eine Organisation zu zerschlagen, wenn deren Idee das Potenzial hat, sich zu dezentralisieren und als vielköpfiger Drache weiterzuleben. Besser wäre es gewesen, sich mit den Plattformbetreibern zu einigen. Denn jede Organisation verfolgt eigene Interessen, Napster ebenso wie Wikileaks. Und Interessen sind verhandelbar. Der Angriff auf Napster hatte noch einen zweiten Effekt: Viele Nutzer solidarisierten sich mit den vermeintlichen Underdogs. Ähnliches geschieht gerade im Fall Wikileaks. Nicht nur Netzaktivisten, sondern auch viele andere Bürger halten die massive Verurteilung der Gruppe durch (amerikanische) Behörden und Politiker für überzogen. So entsteht Misstrauen in die Politik, die Legitimation geht verloren. Aber es gibt einen Weg, der aus dieser Falle herausführt. Die Politik könnte sich darauf besinnen, das Deutschland ein Land ist, das nur wenige echte Geheimnisse hat. Und darauf, dass diese Republik längst gute Erfahrungen mit neuen Formen der Transparenz gemacht hat und schnell bereit ist, weitere zu erproben. Das zeigt das Schlichterverfahren um Stuttgart 21 ebenso, wie die vielen Bürgerhaushalte und Konsultationsverfahren im Netz."Es gibt ein wachsendes Bedürfnis nach Offenheit", sagt Hamburgs oberster Datenschützer und Informationsfreiheitsbeauftragte Johannes Caspar. "Und es ist sinnvoll, seitens der Politik darauf einzugehen. Denn erst so gewinnen politische Projekte an Akzeptanz.“ Letztlich wird entlang der Idee von Wikileaks abermals der klassische Diskurs darüber fortgeführt, wie eine Balance herzustellen ist zwischen Transparenz und Geheimnis, zwischen Freiheit und Sicherheit. Dazu gehört die Frage, wie weit die Meinungsfreiheit reichen darf, damit sich auch einzelne Warner gegen etablierte Machtstrukturen behaupten können. Oder wie dagegen die Privatsphäre des Einzelnen zu sichern ist und das Betriebsgeheimnis eines Unternehmens. Vielleicht muss es auch eine Art Datenschutz für den Staat geben? Ein erster Schritt, diese Debatte fruchtbar zu machen, wäre, Organisationen wie Wikileaks zu fördern, statt sie anzugreifen, damit sie ihren Platz im bestehenden System finden können. Längst geschieht das schon, beispielsweise mit der Seite befreite-dokumente.de des Chaos Computer Club und dem Bürgerrechtsverein Foebud. Die Wikileaks-Aussteiger Daniel Domscheit-Berg und Herberg Snorrason haben gerade einen weiteren Vorschlag gemacht. Ihre neue Plattform Openleaks will Medien, Menschenrechtsgruppen oder Gewerkschaften anbieten, für sie anonyme Briefkästen im Netz einzurichten. Wer dort geheime Dokumente hinterlässt, kann sich aussuchen, an wen er sie weitergeben will. Der Empfänger wertet das Material entsprechend seiner Fachkenntnisse aus und veröffentlicht, was er für wichtig hält. Nach einer gewissen Frist stehen die Daten dann allen Besitzern solcher Briefkästen zur Verfügung. Thilo Weichert vom Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein findet die Idee gut. Schließlich sei Transparenz das Lebenselixier der Demokratie. "Die Plattformen müssen nur gut reguliert werden." Das könnte heißen, den Betreibern würden Informantenschutz und Zeugnisverweigerungsrecht zugebilligt, wie sie auch für Journalisten gelten. Außerdem müssten diejenigen, die auf Missstände aufmerksam machen, Whistleblower also, arbeitsrechtlich geschützt werden. Im Gegenzug, so Weichert, könne man dann auch einen verantwortlichen Umgang mit brisanten und möglicherweise gefährlichen Daten verlangen. Die Grenzen der Transparenz gebe das Recht längst vor: Datenschutz, innere und äußere Sicherheit, Schutz des Betriebsgeheimnisses. Allerdings wird es nicht ausreichen, lediglich bessere Wikileaks zu fördern. Ein zweiter Schritt ist nötig. "Die Politik muss Transparenz als ein neues und effektvolles Instrument des Regierungshandelns erkennen und nutzen", sagt der Verwaltungswissenschaftler Philipp Müller. Denn überall dort, wo über einen gesamten politischen Prozess hin mit offenen Karten gespielt werde, wachse dem Verfahren eine Legitimität zu, die es durchsetzungsfähig mache – wenn die Bürger mitreden dürften und relevante Einwände erkennbar gehört würden. Der Lohn einer solchen neuen Offenheit könnte sein, dass verlorengegangenes Vertrauen wiederhergestellt wird. Das böte auch eine Chance, bei den größten Skeptikern Verständnis für die Vertraulichkeit zu gewinnen, die mitunter notwendig ist, damit Institutionen funktionieren.

December 08 2010

Bildung schützt vor Torheit nicht

ich war immer der meinung, dass man den erfolg der fpö in österreich nicht gleichsetzen dürfte mit modernisierungsverlierern, mittellosen und schlecht ausgebildeten menschen.ein interview des magazins cicero mit prof. andreas zick bestärkt mich in meiner ansicht. Bildung schützt vor Torheit nichtInterview mit Andreas ZickFremdenfeindliche Vorurteile nehmen besonders in höheren Einkommensschichten zu, besagt die neueste Studie „Deutsche Zustände“ einer Bielefelder Forschergruppe. Die Studie ist Teil der Langzeitstudie „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in Deutschland“ und untersucht seit 2002 mit zehnjähriger Laufzeit die Entwicklungen und Ursachen von Vorurteilen. Professor Andreas Zick, einer der Initiatoren der Studie, spricht im Interview über Islamfeindlichkeit, Integration und die Rolle der Bildung. Die von Ihnen herausgebrachte Studie trägt den Untertitel „Unruhige Zeiten“.Wie unruhig sind die Zeiten wirklich? Die Zeiten sind unruhig, da wir weiterhin eine große Anzahl von Menschen haben, die sich von der Krise bedroht und betroffen fühlen. Zweitens sind die Zeiten insofern unruhig, als wir den Anstieg bestimmter Vorurteile feststellen können. Das sind für uns Indikatoren, die signalisieren: Hier in der Gesellschaft stimmt was nicht.Vor allem in den höheren Einkommensgruppen steigt die „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Worauf ist das zurückzuführen? Erstens: Menschenfeindlichkeit steigt in höheren Einkommensgruppen. Zweitens: Sie steigt bei denen, die von der Krise bedroht sind. Drittens: Sie steigt in der Mitte und am linken Rand. Das sind die drei erkennbaren Effekte. Generell gilt: Je niedriger mein Status ist, je niedriger meine Bildung ist, umso stärker neige ich zur Abwertung. Aber: In der einkommensstärkeren Gruppe gibt es eben einen deutlichen Anstieg. Das ist ein messbarer Effekt.Kommt es zu einer Radikalisierung der Mitte? Unsere Untersuchungen gehen von einer Grundidee aus: Menschenfeindlichkeit heißt, ich betrachte andere Gruppen als nicht gleichwertig. Dann sehen wir tatsächlich in der Umfrage, dass Menschen, die sich politisch in der Mitte verorten, einen höheren Wert bei Fremdenfeindlichkeit und insbesondere bei der Islamfeindlichkeit aufweisen. Insofern könnte man von einer Radikalisierung sprechen, weil die Menschen in der bürgerlichen Mitte und rechts wie links der Mitte eigentlich die Garanten für Toleranz sind. Gerade dort sind aber deutliche Anstiege festzustellen. Die Zunahme von Vorurteilen muss vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Debatten gesehen werden. Die Diskussion um Hartz IV im Februar 2010 bzw. die große Integrationsdebatte. Diese Debatten spiegeln sich in den Einstellungsmustern wieder. Es gibt in der Mitte Menschen, die Einstellungen aufgreifen, die generell andere Gruppen abwerten.Ist es nicht eine erstaunliche Erkenntnis, dass sich Ressentiments ausgerechnet in der bürgerlichen Mitte manifestieren, in einer Gesellschaftsschicht, die zuvorderst mit Aufklärung und Bildung in Verbindung gebracht wird? Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Bildung nicht vor Vorurteilen schützt? Nein, schützt sie nie. Bei offenen Vorurteilen gibt es zwar starke Bildungseffekte, schaut man aber in den subtilen Bereich der Vorurteile hinein, ergibt sich ein anderes Bild. Mit subtil ist der Bereich der versteckten Vorurteile gemeint, nach dem Prinzip: „Ich hab ja nichts gegen, aber...“ Man wertet die andere Gruppe nicht ab, man spricht ihr aber auch nichts Positives zu.Bildung scheint ein von allen Seiten gepriesenes Allheilmittel zu sein. Wenn das jetzt nicht mehr hilft, welche Gegenmaßnahmen können dann getroffen werden? Der reine Bildungseffekt verschwindet. Wir wissen, dass Bildung per se nicht viel Nutzen bringt. Entscheidend ist die Art der Bildung. Politische Bildung, Demokratiebildung und Erziehung kommen fast gar nicht mehr vor. Wir bauen Bildung immer mehr auf bestimmte Anhäufungen von Wissen auf. Gegen Vorurteile brauchen wir aber vor allem starke Normen. Ich plädiere dafür, dass man sich mit dem Islam kritisch auseinandersetzt. Es muss über Integrationsdefizite gesprochen werden. Aber wir brauchen auch eine Norm die sagt, dass Muslime nicht leichtfertig verdächtigt werden dürfen. Islamfeindlichkeit steigt auch links der Mitte. Warum sind derartige Ressentiments auch im linken Spektrum angekommen? Auffällig ist, dass die Islamfeindlichkeit bei Menschen, die sich selbst als links bezeichnen, zwischen 2009 und 2010 bedeutsam angestiegen ist. Es scheint so zu sein, dass im linken Spektrum auch die Normen brüchig geworden sind. Dass man zwar meint, man sei tolerant, aber dann leichtfertig Aussagen zustimmt, die ein anderes Bild zeichnen.Auch Kriseneffekte spielen eine Rolle. Krisenbedrohung kann meine Norm, mich für andere einzusetzen, aushebeln.Wie islamfeindlich ist Deutschland im europäischen Vergleich? Deutschland fällt sehr stark auf, bei den Ressentiments gegenüber Muslimen und dem Islam. Wir haben es nicht geschafft, positive Einstellungen zu entwickeln. Lediglich 17 Prozent meinen, dass der Islam gut zu unserer Kultur passt. Wir haben es nicht geschafft den Islam, die Muslime als einen denkbaren Teil unserer Kultur zu betrachten. Dass dies in Deutschland nicht erreicht wurde, ist sehr auffällig. Ein Faktor in Deutschland ist der deutsche Autoritarismus, der Versuch, Integration durch Regeln und Gesetze zu bewerkstelligen. Wir reden ständig über Integrationsdefizite und nicht über Wege, Integration positiv zu gestalten. Weiter fällt auf, dass die meisten Deutschen in den Umfragen immer noch das Ideal einer homogenen deutschen Gesellschaft haben. Es scheint immer noch nicht angekommen zu sein, dass unsere Gesellschaft vielfältiger ist.Auch rechtspopulistische Einstellungen nehmen zu. Deutschland bestätigt damit den europäischen Trend: Rechtspopulistische Parteien haben sich in anderen europäischen Staaten wie Frankreich, Niederlande, Schweiz, Italien, Österreich, Ungarn längst im Parteienspektrum etabliert. Ist Deutschland somit auf einem Weg der „Normalisierung“? In der Europaumfrage haben wir tatsächlich diese Vermutung gehabt. Deutschland ist, was die Vorurteile betrifft Mittelmaß, sofern es sich nicht um den Islam handelt. Betrachten wir den Rechtspopulismus, zeigt sich eine europäische Harmonisierung. Das liegt aber auch daran, dass die rechtspopulistischen Bewegungen viel miteinander kommunizieren und daher die Grenzen verschwimmen.Ihre Studie zeigt auch, wie rechtspopulistische Einstellungen sich mit islamfeindlichen Einstellungen verbinden. Sehen sie die Gefahr einer Gruppierung rechts der CDU, die sich etablieren könnte? Die Meinungen des rechten Spektrums werden sich irgendwann organisieren. Ich sehe aber keine starke Persönlichkeit, die anfängt, Gruppen bzw. Mentalitäten an sich zu binden. Einen Wilders oder Haider haben wir in Deutschland nicht. Auch Sarrazin ist das nicht. Die berühmten 18 Prozent, die rechtspopulistisch aktivierbar sind, sitzen zum Teil ja auch in den etablierten Parteien, sind also kaum ad hoc mobilisierbar. Aber natürlich schlagen sich rechtspopulistische Einstellungen in den Wahlen nieder. Im Moment drückt es sich dadurch aus, dass immer mehr Leute nicht wählen gehen.Sagt die Studie auch etwas über Politikverdrossenheit aus? Ich glaube ja. Ich sehe eine tatsächlich ernstzunehmende Politikverdrossenheit. Die Kritik an etablierten Parteien ist überaus stark.Sehen Sie eine Gefahr für die Demokratie, wenn sich Regierende und Regierte immer mehr voneinander entfernen? Oder handelt es sich nicht eher um eine Parteiverdrossenheit? Ich glaube, es war eine Parteiverdrossenheit. Sie ist aber gekippt in eine Politikverdrossenheit. Das ist die Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise, als erkennbar wurde, wie viel Unterstützung der Staat der Wirtschaft gab. Hier hat sich die Politik ein Stück weit vom Volk entfernt. Das führt dann auch dazu, dass der Bürger sagt, jetzt nehmen wir die Politik wieder in unsere eigenen Hände. Jetzt kommt es darauf an, wie die etablierten Parteien darauf reagieren. Im Moment scheinen die Grünen darauf am besten zu reagieren. Sie holen die Leute in ihrem lokalen Aktivismus ab. Es wird mit Sicherheit auch unter den Konservativen mehr Bürgerbeteiligung geben. Wenn unsere Daten von einer rohen Bürgerlichkeit sprechen, ist es umso wichtiger, sich jetzt nach überstandener Krise zu fragen, auf welche gesellschaftlichen Werte wir uns eigentlich verständigen müssen. Auch und gerade auf Ebene der EU.Herr Professor Zick, vielen Dank für das Gespräch.Das Gespräch führte Timo Stein.
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